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Neue PlayChange-Plattform hilft Spielern mit problematischem Spielverhalten

Neue PlayChange-Plattform hilft Spielern mit problematischem Spielverhalten

Diese Woche eröffnet die bayerische Landesstelle für Glücksspielsucht (LSG) die Plattform PlayChange. Hierbei handelt es sich um eine neue Anlaufstelle für Spieler mit Glücks­spi­elp­rob­lem­en. ­

PlayChange Plattform hilft Spielern

Die Plattform wurde in Kooperation mit dem Gesund­hei­tsm­ini­sterium entwickelt und stellt betroffenen Spielern einen Online-Support zur Seite. Als Startermin für PlayChange ist der 15. Juli anberaumt.

Am 15. Juli 2020 geht PlayChange an den Start.

Melanie Huml, ihres Zeichens Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, sagt über das nun fertiggestellte Projekt: „Betroffenen Spielern kann bei PlayChange schnell, unkompliziert und vor allem anonym geholfen werden.“. Weiter fügt Sie an: „PlayChange ist eine erstklassige Erweiterung unserer bereits vorhandenen Beratungsangebote und ein großer Schritt im Bereich der Suchtberatung, die wir Bürgern des Freistaats Bayern bereitstellen.“

Anonyme Registrierung beseitigt Schamgefühle

Um den Spielern ihr Recht auf Privatsphäre zu gewährleisten, ist es Spielern erlaubt, sich anonym zu registrieren. So werden betroffene Spieler bestärkt, einen Berater per Chat, E-Mail, Messenger-Dienst oder Telefon zu kontaktieren. Frau Huml erläutert, dass durch die anonyme Kontaktaufnahme die Hemmschwelle sinkt, über Spielprobleme offen und ohne Scham zu reden. 

Anonym bleiben zu können, bedeutet sich nicht für sein Glücksspielproblem schämen zu müssen.

Zusätzlich können sich Spieler während der immer noch andauernden Corona-Epidemie bei PlayChange über Abstandsregeln und Social Distancing informieren.

Erhebliche Investitionen aus triftigem Anlass

Die Entwicklung von PlayChange dauerte rund ein Jahr und kostete etwa 36.000 €. Als Betreiber der sowohl auf Desktop als auch Mobilgeräten (per App) verfügbaren Plattform fungiert die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern (LSG). 

PlayChange ist auf per Mobil-App auch auf mobilen Endgeräten verfügbar.

Nachforschungen für den Zeitraum zwischen 2011 und 2017 ergaben, dass geschätzte 70.000 Spieler Anzeichen eines problematischen Spielverhaltens aufweisen. Davon zeigen rund 33.000 Spieler Symptome einer Spielsucht.

Analoge Dienste und innovative Hilfestellungen

Die 2008 ins Leben gerufene LSG bietet von Glücksspielsucht betroffenen Spielern und Familien eine Vielzahl an Hilfemöglichkeiten.

Zurzeit gibt es innerhalb des Freistaats Bayern mehr als 70 Anlaufstellen und 22 spezialisierte Zentren im ganzen Land. Für die Jahre 2020 bis 2023 hat das Ministerium die Finanzierung von 8,7 Mio. € zugesagt, an Geld mangelt es also nicht. Der gesicherte finanzielle Rahmen hilft PlayChange dabei, die Ausweitung des digitalen Hilfeangebotes weiter vorantreiben.

PlayChange ist einer der Pioniere, was die Online­-Sp­iel­suc­hbe­ratung und Vorbeugung von Spielsucht betrifft. Der Fokus liegt klar auf der proaktiven Hilfestellung betroffener Spieler, sodass diese ein gesünderes und besseres Leben führen können.